Young-Artists in GARTENREICH

Dem Gartenreich künstlerisch auf der Spur

Mit diesem seit 2021 etablierten Format gelingt es unserer Gesellschaft, jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, sich kreativ und gestalterisch dem Gartenreich Dessau-Wörlitz zu nähern und das Erlebte in eigenen Werken auszudrücken. Die pädagogische Begleitung und das Anleiten durch Experten stellen sicher, dass die Ergebnisse von hoher Qualität sind.

Das Format wird koordiniert durch die Beisitzerin des Vorstands, Dr. Gudrun Weinert, und gefördert durch die "Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt".

7. Young Artists 2027

Comming Soon

Die nächste Auflage des Jugendbildungsprojektes "Young Artists in GARTENREICH" ist für das II. Quartal des nächsten Jahres geplant.

6. Young Artists 2026

Toleranz bei Fürst Franz und heute - Urbane Kunst weist den Weg

Mit Blick auf den 300. Geburtstag Moses Mendelssohns als deutsch-jüdischem Philosophen der Zeit der Aufklärung dienten die Ideen der Aufklärung und der humanistischen Menschenbildung in der Zeit von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, die sich bei ihm vor allem auf die Toleranz gegenüber anderen Religionen, besonders der Juden in Anhalt bezogen, als Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Als Kunstform standen Graffiti oder Urban Art im Mittelpunkt, die häufig in der Stadtgesellschaft nur als „Schmierereien“ wahrgenommen werden und deshalb unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen passend zum Thema künstlerisch entwickelt wurden. Angeleitet wurden 21 Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren aus den beiden Gymnasien „Paul Gerhardt“ in Gräfenhainichen und „Philanthropinum“ in Dessau sowie der Sekundarschule „Friedensschule“ Dessau von den beiden Dessauer Künstlern Jabob Wolf und Joerg Schnurre.

Gefördert durch die „Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt“, die Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau und Dr. Jens Peter Schäfer können die Kunstwerke in den Ausstellungsräumen des „Eichenkranzes“ bis Anfang 2027 besichtigt und darüber hinaus als Katalog (Schutzgebühr 5 Euro) bezogen werden.

5. Young Artists 2025

Faszination des Exotischen – Chinamode als Manga erschließen

Das diesjährige Projekt „Young Artists in GARTENREICH“ (16.-20.6.2026) fand bereits zum fünften Mal im „Eichenkranz“ in Wörlitz in bewährter Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz statt. Diesmal nahmen Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren aus den beiden Gymnasien "Paul Gerhardt" aus Gräfenhainichen und "Philanthropinum" aus Dessau sowie der Dessauer Sekundarschule „Friedensschule“ teil.

Im 18. Jahrhundert gehörte es unter dem Gesichtspunkt der Repräsentation in Schlössern dazu, Gegenstände, Kunstwerke, Möbel oder ganze Zimmereinrichtungen nach chinesichen Vorbild zu zeigen. Dazu lernen die Teilnehmenden bei einer Führung mit dem Kastellan des Schlosses Oranienbaum im Schloß und Park die China-Mode bei Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau kennen.

Unter Anleitung der Künstlerin Laura Kowalski-Köpke aus Gräfenhainichen fertigten die Jugendlichen mit der Illustration im Stile des Manga mittels figürlicher Darstellung vor dem Hintergrund chinesischer Motive aus der Zeit von Fürst Franz im Schloß und Park Oranienbaum. Seit ihrer Schulzeit widmet sich Laura Kowalski-Köpke der Erstelung von Mangas und hat bereits neben eigenen Veröffentlichungen auch regelmäßig Workshops geleitet. Zum Thema „Die Faszination des Exotischen: Die China-Mode bei Fürst Franz mit der Kunstform des Manga erstellen", schufen die Jugendlichen ganz eigene Geschichten, die in einer Ausstellung im "Eichenkranz" und in einem Katalog (Schutzgebühr 5 Euro) zusammengefasst wurden.

4. Young Artists 2024

Architektur und Natur als Kaltnadelradierung

Satzungsgemäß beschäftige sich auch das diesjährige Projekt von "Young Artists in GARTENREICH" (10.-14.6.2024) mit ausgewählten Aspekten der im Gartenreich sichtbaren Umsetzung der Anliegen des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau. Als Anhänger der Aufklärung legte er den Blick auf die Förderung von Bildung, Kunst und Wissenschaften. Das Motto hieß: "Architektur und Natur im Gartenreich: Auf den Spuren Basedows lernen von und mit Carl Wilhelm Kolbe – Erstellen und Drucken von Kaltnadelradierungen."

Ein besonderer Aspekt der deutschen Aufklärung im 18. Jahrhundert war das Bemühen um die Verbesserung der Bildung und Erziehung. Diesem versuchte der Fürst durch die Gründung einer eigenen Schule, dem Philanthropinum, gerecht zu werden.

Aus Anlass des 250. Jahrestages der Gründung des Philanthropinums wurde das von Johann Bernhard Basedow eingeführte pädagogische Reformkonzept mit seinem Unterricht in Realien, hier Geschichte und Naturkunde, sowie den Prinzipien der Anschauung und des praktischen Tuns in den Mittelpunkt gestellt.

Unter Anleitung des ausgezeichneten Malers, Zeichners und Grafikers Hans-Christoph Rackwitz, der im Auftrag der Kulturstiftung Dessau- Wörlitz 2011 im Palmensaal des Wörlitzer Schlosses eine Granatapfelhecke nach historischem Vorbild malte, kamen 14 Schülerinnen und Schüler unter dem Motto "Architektur und Natur im Gartenreich – auf den Spuren Basedows lernen von und mit Carl Wilhelm Kolbe" zusammen.

Dank der Förderung durch die "Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt", die "Sparkassenstiftung Wittenberg" konnten entsprechende Bedingungen für die Präsentation der Ergebnisse im "Eichenkranz" geschaffen werden.

3. Young Artists 2023

Artenschutz im Gartenreich unter den Bedingungen des Klimawandels

In der dritten Auflage (19.-23.6.2023) ging es um die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Artenschutz, unter den Bedingungen des Klimawandels vor der Haustür. Als künstlerisches Mittel diente die Fotografie. Als künstlerischer Leiter fungierte der Dessauer Fotograf Sebastian Kaps. Der ausgewiesene Spezialist für Gartenreichfotografie und Buchautor machte junge Leute aus dem Dessauer Gymnasium „Philanthropinum“ mit der Kunst des Fotografierens vertraut. Ort der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Gartenreich war der Dessauer Georgengarten.

Im Mittelpunkt stand exemplarisch der Schutz der Bäume im Gartenreich. Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau schuf mit der bewussten Gestaltung eines englischen Landschaftsparks eine einzigartige Sammlung von Pflanzen aus verschiedenen Klima- und Landschaftszonen Europas und Nordamerikas. Diese Intentionen wurden auch im Park "Georgium" von Franz' Bruder Johann Georg von Anhalt-Dessau umgesetzt.

Neben den Gebäuden und Kunstwerken bedarf auch die Pflanzenwelt im Gartenreich heute einer ständigen Pflege. Die Gartendenkmalpflege versucht, die Bestände zu erhalten oder zu ergänzen. Besonders die letzten extremen Trockenjahre zeigen deutlich, dass Klimabedingungen, Klimawandel und seine Folgen neue Herausforderungen an die Erhaltung dieses Landschaftsparks mit seiner einzigartigen Pflanzenwelt stellen. Hintergründe erfuhren die Teilnehmer durch eine Lehrwanderung mit Sebastian Doil, Abteilung Gärten der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Mit Hilfe der Fotografie näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema "Schutz der Bäume im Gartenreich" und erlernten Möglichkeiten der künstlerischen Auseinandersetzung mittels dieser Darstellungsform.

2. Young Artists 2022

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich – Wege der Toleranz und Weltoffenheit!

Das zweite Format der "Young Artists in GARTENREICH" beschäftigte sich mit der Toleranzfrage, die zur Zeit der Aufklärung viel diskutiert wurde und sich in den Wörlitzer Anlagen widerspiegelt.

Beispielsweise ist der Wörlitzer Park für seine vielen Sichtachsen bekannt. Hier verbindet der sogenannte Toleranzblick von einem einzigen Standort aus die Sicht über eine heidnische Urne sowohl zu der Synagoge als auch zu der Stadtkirche. Dieser Blick steht als Symbol für eine religiöse Toleranz und die Geisteshaltung im 18. Jahrhundert.

1. Young Artists 2021

Unterwegs im Gartenreich

Das erste Format der "Young Artists in GARTENREICH" beschäftigte sich mit dem Gartenreich Dessau-Wörlitz im Allgemeinen, gab Einblicke in die Zeit der Aufklärung und vermittelte philosophische Ansätze.