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Förderplakette bezeugt Meilenstein für historischen Speisesaal
- Veröffentlicht von Andreas Greiner
Hier wurde getafelt, geklappert und genetzwerkt. Am 13. April 2026 erreichte die Restaurierung des historischen Gasthofs „Zum Eichenkranz“ in Wörlitz, in dem zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts logierten, einen weiteren Meilenstein.
Im Blickpunkt stand dieses Mal der historische Speisesaal. Im Beisein Patricia Werners, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Thomas Arndts, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Wittenberg, und Maik Strömers, dem amtierenden Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, sowie weiteren Gästen wurden die Ergebnisse der jüngsten Restaurierungsarbeiten präsentiert.
Die im Eingangsbereich enthüllte Förderplakette verweist auf die gemeinsame Förderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Wittenberg. „Der ‚Eichenkranz‘ zählt zu den kulturgeschichtlich bedeutendsten historischen Gasthöfen Deutschlands. Gemeinsam mit der Sparkasse Wittenberg unterstützen wir dieses einzigartige Baudenkmal seit vielen Jahren – beginnend 2009 mit der Restaurierung der wertvollen Leinwandtapeten im Raum ‚Sonne‘“, sagte Patricia Werner. Mit der nun abgeschlossenen Restaurierung des Speisesaals werde einer der zentralen Räume des Gesamtensembles wieder in seiner ursprünglichen Schönheit erlebbar, so die Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Sie hob hervor, dass es ein besonderes Anliegen sei, diese Art kulturelle Schätze zu bewahren und für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen.
Zwar konnte bereits 2014 die Generalsanierung abgeschlossen, jedoch im Speisesaal weder die Wandflächen (hier ohne Leinentapeten), noch die Decke mit Stuckelementen oder ferner der bauzeitliche Kamin zum Abschluss gebracht werden. Zum einen musste noch die Wandfläche mit den nicht bauzeitlichen Türflügeln zwischen Speisesaal und Raum „Sonne“ zurückgebaut und die dortige Leinentapete erneuert sowie zum anderen der Kamin gemäß heutigen bautechnischen Anforderungen geprüft werden.
Die Vielzahl an Anträgen, Stellungnahmen und Genehmigungen hatte sich gelohnt. So konnte 2023 eine brandschutztechnische Neubewertung erzielt und sich der beiden Räume unter restauratorischen Gesichtspunkten angenommen werden. Weiteres ist bereits in Planung. (ah)